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Die Historie des Stadteiles Barmbek

Die Gemarkung bzw. das Dorf Barmbek wurde erstmals 1271 urkundlich erwähnt.

Seit 1355 gehörte das Dorf Barmbek dem Hospital zum Heiligen Geist und stand dann seit 1830 unter der Verwaltung der Landherrenschaft der Geestlande. Im Jahre 1871 wurde Barmbek ein Vorort und 1894 ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg.

Der Stadtteil war seit Anfang des 20. Jahrhunderts eines der wichtigsten Hamburger Stadterweiterungsgebiete und entwickelte sich zu einem dicht besiedelten Wohnviertel für die Arbeiterbevölkerung. Dies spiegelt sich sowohl in der gesamtstädtischen Infrastruktur, denn noch vor dem 1. Weltkrieg wurde ein Hochbahnring fertiggestelt, zu dem schon damals die Haltestellen Barmbek, Dehnhaide und Hamburger Strasse gehörten, als auch in der Bevölkerungsentwicklung wieder, denn wohnten um 1880 in Barmbek ca. 20.000 Einwohner, so stieg diese Zahl innerhalb der nächsten 30 Jahre auf über 100.000 Einwohner um im Verlauf weiterer 30 Jahre (bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges) auf über 200.000 Jahre zu steigen.

Die spätere Entwicklung als Siedlungsgebiet und die Bebauung von Barmbek-Nord und Süd sowie des Dulsberges sind entscheidend mit Fritz Schumacher verbunden, der in diesem Areal eine Musterlösung seiner Städtebaureform umsetzen wollte. Fritz Schumacher wollte die Mißstände der Großstadt heilen und die Großstadt gleichzeitig als Lebensform erhalten. Die Bebauungspläne sahen damals ein schematisches Straßennetz und eine gemischte Wohn- und Gewerbestruktur vor. Diese Planungen wurden durch Bauherren, welche zumeist Wohngesellschaften oder Genossenschaften waren, im Laufe der zwanziger bis Anfang der dreißger Jahre des 20. Jahrhunderts verwirklicht. Von all dem ist wenig erhalten, denn Barmbek war eines der Zentren des "Feuerstrurms", den die Royal Air Force mit ihrer Luftoffensive im Juli 1943 entfachte.

Der Wiederaufbau in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts orientierte sich dann an den alten Straßenzügen und erfolgte in schematischen Zeilen einfacher, traditionalistischer Backsteinbauten, sodaß das ursprüngliche städtebauliche "Gesicht" rekonstruiert wurde. Der Stadtteil Barmbek wird heute im Süden überragt durch die drei Türme des Einkaufszentrum Hamburger Straße, im Norden durch die Hebebrandtstraße, welche zur City-Nord führt, begrenzt. Im Osten grenzt der Stadtteil an das Eilbektal und im Westen an den Stadtpark.

Im Verlauf der letzten zwanzig Jahre sind Ansätze einer Aufwertung des Stadtteil zu verzeichnen. So siedelte sich das Museum der Arbeit auf dem Gelände der ehemaligen "New Yorker - Hamburger Gummiwaren - Compagnie" an und es wurden eine Reihe neuer Wohn- und Gewerbebauten, unter anderem die markante Alstercity, errichtet. Das "Quartier Dehnhaide" wird im Rahmen der sozialen Stadtteilentwicklung gefördert, auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Barmbek soll ein neues Wohn- und Gewerbequartier entstehen und das Allgemeine Krankenhaus Barmbek soll mittels Neubauten und einer Neuordnung der Flächennutzung umstrukturiert und der Straßburger Platz "auf dem Dulsberg" durch eine Umgestaltung aufgewertet werden.

Im Hinblick auf Statistiken und weitere empirische Daten, können Sie diese auf der Seite "Wir über uns" einsehen.


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